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Fotos vom Doppeltempel in Kom Ombo am Nilufer
 

Ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen in Ägypten sind die Tempelruinen von Kom Ombo. Sie befinden sich etwa 40 Kilometer nördlich von Assuan. Das Doppelheiligtum von Kom Ombo gehört wahrscheinlich immer zu dem Besichtigungsprogramm bei einer Nilkreuzfahrt. Der Tempel liegt auf einer kleinen Anhöhe in der Nähe der Anlegestelle und kann von dort leicht zu Fuß erreicht werden.

 

Da die Anlage sich auf der halben Strecke zwischen Assuan und Edfu befindet, halten an der Tempelruine zahlreiche Nilkreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Luxor an. Die Tempelanlage ist über 2000 Jahre alt. Geweiht war sie zwei Gottheiten: dem Krokodilsgott Sobek (Herrscher über das Wasser und die Fruchtbarkeit) und dem falkenköpfigen Gott Haroeris (einer Erscheinungsform des Gottes Horus, des Hauptgottes in Altem Ägypten). Obwohl es sich hier um einen eher kleinen Tempel handelt, ist er sehenswert.
Die Anlage wurde in Form eines Doppeltempels angelegt, der aus zwei Bereichen besteht, einem für Horus und einem für Sobek. Zwei Eingänge führen durch die Säulensäle zu Innenräumen der interessanten Tempelruine. Die zahlreiche Reliefs sind erstaunlich gut erhaltenen. Bei manchen sind die Farben noch deutlich zu erkennen. Die meisten Reliefdarstellungen und Inschriften an den Säulen und Wänden erzählen von religiösen Ritualen. In einem Teil der Anlage befindet sich auf der Wand eine große „Medizinische Tafel“, mit detaillierten Darstellungen der medizinischen Instrumente, mit denen Ärzte vor 2000 Jahren gearbeitet haben. Außer den üblichen religiösen Reliefs und Hieroglyphen haben die Archäologen Kräuter-Rezepturen gegen verschiedene Krankheiten entdeckt. Eine andere interessante Tafel zeigt einen „Festtagskalender". Die Tempel im Alten Ägypten waren nicht nur die Kultstätten für die Götter, aber auch Zentren der Wissenschaft und Medizin. Etwa in der Mitte der Anlage, in einem begehbaren Brunnen, befindet sich ein Nilometer, eine Messlatte, an deren Markierungen die Priester den Wasserstand des Nils ablesen und dem Ergebnis entsprechend Steuern für die Bauern festsetzen konnten. Je mehr Wasser für die Landwirtschaft zur Verfügung stand, desto besser war die Ernte und höher die Abgaben.
Der Tempel von Kom Ombo ist stark zerstört. Bis zum 19 Jahrhundert war die Anlage bis zu Hälfte im Sand begraben. Ein Teil der Bauten auf der Nilseite wurde bei einer Flut vom Wasser mitgerissen. Einige Zeit wurden die Ruinen als "Steinbruch" von Einwohnern genutzt.
Auf dem Fußweg zum Hafen muss man die üblichen Händler passieren. Auf den beiden Straßenseiten gibt es die obligatorischen Geschäfte mit Kleidern, Gewürzen und Süßigkeiten. Am Ufer entlang führt eine Promenade. Die Gegend ist sauber, es wachsen Palmen und Sträucher. Unterhalb der Tempelanlage befindet sich ein Café. Hier bekommt man u.a einen guten, arabischen Mokka mit Kardamom und den typisch ägyptischen Tee mit frischer Minze.

 

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