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Palermo - erste Eindrücke
 

Palermo befindet sich an der Nordküste Siziliens. Umgeben von Bergen liegt sie malerisch an einer Bucht. Im Hafen kann man hunderte von Schiffen, Segelbote und Unmengen von kleineren Booten sehen. Sehr viele Touristen kommen mit dem Schiff hier, um diese interessante Stadt zu besuchen.

Noch bis Ende des 20. Jahrhunderts herrschte hier die Mafia. Morde, Gewalt und die Mafiakriege waren an der Tagesordnung. Die Stadt zerfiel, die Häuser waren nicht saniert, die Menschen lebten in Angst. Die Einwohner haben gegen die Mafia gekämpft und haben Erfolg. Heute ist Palermo eine der sichersten Städte in Italien. Die Wirtschaft und kulturelles Leben blühen wieder auf. Ein so genannte „Antimafia Bürgermeister“ Leoluca Orlando ist sehr populär und wurde 4-mal gewählt. Dank seiner Bemühungen wurde die Stadt restauriert, die verfallenen Gebäude der Altstadt saniert, die kulturellen Objekte, vor allen Teatro Massimo, ein von den größten Operhäuser in Europa, wieder aufgemacht. Die Konzerte und Opernaufführungen finden hier regelmäßig statt.
Palermo ist die Hauptstadt der Provinz Palermo und der Autonomen Region Sizilien und mit über 650000 Einwohner gehört zu größten Städten des Italiens.
Palermo ist eine alte Stadt. Sie wurde im 8 Jahrhundert v. Chr. von Phönizier gegründet. Die bewegte Geschichte des Ortes kann man an gebliebenen Monumenten und Kunstschätzen erkennen. Die günstige Lage direkt am Meer und die wunderbare Landschaft machten diese Stadt zum Ziel von verschiedenen Eroberern. Die Jahrtausende alte Bauwerke der verschiedenen Völker und Kulturen, geben dieser Stadt einen eigenartigen Charakter. Unter islamischer Herrschaft in 9 Jahrhundert erlebte Palermo ein Aufschwung. Sie wurde zu einer blühenden Hafenstadt. Mit geschätzten etwa 100000 Einwohnerzahl, war sie so groß, wie die damaligen islamischen Metropolen -Kairo oder Bagdad. Im 11 Jahrhundert wurde Palermo von Normannen erobert. In der „ normannischen Zeit“ wurden zahlreiche Kirchen und Paläste gebaut und viele antike Kirchen umgebaut. Diese Geschichtenzeugnisse stellen eine Verschmelzung von arabischen, byzantinischen und normannischen Stilen in der Baukunst dar. Die wunderschöne Sommerresidenz La Zisa wurde im Stil eines arabischen Wüstenschlosses gebaut. Die Kirchen San Giovanni degli Eremiti und San Cataldo haben auffällige, typisch arabische Kuppeln. Der Normannenpalast ist eine Mischung von verschiedenen An- und Umbauten und sein ehemaliger Charakter ist dadurch verloren gegangen. Im 12 Jahrhundert wurde die Stadt unter Friedrich II zum kulturellen Zentrum. Hier wunde die Sizilianische Dichterschule gegründet. In Palermo studierte man Mathematik und Medizin.
Im 13 Jahrhundert verlor Palermo an Bedeutung. Erobert nacheinander von Aragonier, Österreicher und Bourbonen verfiel die Stadt in Armut.
Während des Zweiten Weltkriegs entstanden in Palermo große Schäden. Der Wiederaufbau ging nur schleppend voran. Ein Großteil der Menschen aus der Altstadt verließ Zentrum und zog in die neugebauten Häuser am Stadtrand um. Der Altstadt war nicht saniert. Die Gebäude waren kaum bewohnbar. Nach dem Krieg kamen nach Palermo viele Menschen aus den ländlichen Regionen, so dass die Einwohnerzahl schnell anstieg. Um die Stadt herum wurden billig gebauten Sozialsiedlungen errichtet. Der Wiederaufbau des alten Zentrums wurde vernachlässigt. Die Mafia, Korruption und die Misswirtschaft waren keine guten Voraussetzungen für die Neuentwicklung des schönen damals Ortes.
Erst jetzt gewinnt Palermo an Bedeutung. Sehr wichtiger Wirtschaftssektor ist der zunehmende Tourismus. Die verschiedene Industriebetriebe wie: chemische Industrie, Schiffbau, Maschinenbau, Möbelherstellung, oder Textilindustrie beschäftigen viele Einwohner. Die Landwirtschaft spielt auch eine wichtige Rolle bei der Stadtentwicklung. In Palermo trifft man an jeder Ecke Studenten. Hier befindet sich bekannte, in 1806 gegründete Universität Palermo. Außerdem kann man hier eine Fachhochschule für Technik besuchen. Es gibt auch Handelschulen, Musik- und Kunstschulen und eine Theologische Fakultät.
Palermo ist eine kontrastreiche Stadt. Neben wunderschönen, gepflegten Plätzen mit alten Statuen und romantischen Brunnen befinden sich dunkle, enge Straßen mit zerfallenen Ruinen und nicht entsorgten Müllsäcken. Mehrere Museen und Galerien laden zum Besuch ein. Die unzähligen, wunderschönen Kirchen und Paläste stellen sehr attraktive Fotomotive dar. Die Promenade am Hafen von Palermo ist ein beliebtes Ziel für die Spaziergänge. Kleine Cafes und viele Restaurants sind gut von Touristen und Einheimischen besucht. Auf den Straßen ist immer was los. Viele Touristen besuchen Palermo. Die verschiedenen Hotels mit unterschiedlichen Preisen und Leistungen bieten die Übernachtungsmöglichkeiten an. Es lohnt sich ein Hotel in der Altstadt z nehmen, weil fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit einem Bus problemlos erreichbar sind.
 

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