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Pisa, eine Stadt zwischen Geschichte und Moderne
 

Pisa, eine Universitätsstadt in der Toskana, breitet sich an der Mündung des Flusses Arno ins Mittelmeer aus. Fast eine Hälfte der 88.000 Einwohner sind Studenten, die das Stadtbild prägen. In den Semesterferien ist hier ungewöhnt leer und ruhig.
Pisa wurde etwa im 6 Jahrhundert v. Chr. gegründet und diente den Etrusker als ein Hafen. Laut historischen Befunden haben sich die Menschen hier ab 9 Jahrhundert v. Chr. niedergelassen. Die Lage der Stadt war optimal: nah am Fluss und nah am Meer.

 

In Laufe der Zeit entwickelte sich die Stadt zum mächtigen und reichen Handelszentrum. Im 11 -12. Jahrhundert wurde Pisa zu einer Seefahrerrepublik. Sie eroberte und gründete Kolonien im Nahen Osten und in Afrika. Pisa unterhielt internationale Handelsbeziehungen. Im 12 Jahrhundert wurde sie mächtiger als Venedig. Im 13 Jahrhundert verlor Pisa ihre Vorherrschaft auf See. Im 14 Jahrhundert wurde sie von Florenz erobert und verlor an Bedeutung. In den nächsten Jahrhunderten hat sich die Stadt wirtschaftlich wieder entwickelt. Es wurden prächtige Wohnhäuser und Plätze errichtet, wunderschöne Kirchen und die Universität gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde Pisa von den amerikanischen Bombern angegriffen und stark zerstört.
Heutzutage ist Pisa ein dynamischer, lebendiger und wunderschöner Ort. Hier befinden sich drei bekannte Universitäten: die Universität Pisa, die Scuola Normale Superiore und die Scuola Superiore Sant'Anna. Die Universität Pisa wurde im 1343 gegründet und zählt zu den ältesten Universitäten in Europa. Die Scuola Normale Superiore wurde im1810 geöffnet und die Die Scuola Superiore Sant'Anna im 1967.
In Pisa findet man attraktive historische Bauwerke. Der Schiefe Turm von Pisa befindet sich in der Piazza dei Miracoli. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der meist fotografierten Gebäude der Welt. Im Jahr 1987 wurde dieses Denkmal auf die UNESCO Weltkulturerbe – Liste eingetragen. Der Bau des Turmes begann im Jahre 1173. Die Bauarbeiten wurden abgebrochen, als der 3 Stockwerk errichtet wurde, da der hat Turm angefangen hat sich zu neigen. Im Jahr 1275 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Man versuchte durch den Bau der restlichen drei Etagen in einem entgegen gesetztem Neigungswinkel, die Stabilität des Turmes wiederherzustellen.
Viele Jahre wurde der Schiefe Turm wegen Einsturzgefahr für die Touristen gesperrt. Nach den umfassenden Baumassnahmen darf das Gebäude seit 2001 wieder besucht werden. In der unmittelbarer Nähe des Schiefen Turms befinden sich weitere wunderbare, berühmte Sehenswürdigkeiten: der Dom und das Baptisterium. Das Baptisterium wurde von 12-14 Jahrhundert gebaut. Das Bauwerk ist zylindrisch, 54 m hoch und hat Umfang von 107 Meter.
Der Dom Santa Maria Assunta wurde über 200 Jahre lang gebaut (Bauanfang im Jahr 1063). Diese Kathedrale gehört zu den ersten Monumentalbauten in Italien.
Es gibt in Pisa viele weitere sehenswerte Bauwerke. Der Palast der Ritter, z. B, ist ein imposanter Bau, der sein aktuelles Aussehen dem Architekten Giorgio Vasari verdankt. Die zahlreichen Figuren schmücken die Fassade des Palastes.
In der nahen Umgebung des Platzes der Ritter sieht man wunderschöne Paläste. In der Mitte des Platzes kann man die imposante Statue von Cosimo I, dem Großmeister des Ordens, bewundern. Sie stammt aus dem Jahr 1596.
Die Kirche des heiligen Stefan wurde auf den Überresten einer antiken Kirche errichtet. Sie beherbergt wunderschöne Deckenbilder aus vergoldetem Holz und andere interessante Kunstwerke. Ihre Außenfassade ist mit Marmor verkleidet.
Sehenswert ist eine kleine Santa Maria della Spina Kirche. Sie zählt zu den schönsten Gotteshäusern in Italien. Im 13 Jahrhundert errichtet, wurde sie wegen einer möglichen Flutgefahr vom Arno, im 19 Jahrhundert auf einer höher gelegenen Stelle wieder aufgebaut.
Die wunderbare Außenfassade der Kirche besteht aus buntem Marmor und ist mit vielen Statuen und Rosenfenstern geschmückt.
Pisa kann gut per Zug, Auto oder Flugzeug erreicht werden. Jedes Jahr kommen Tausende Besucher aus aller Welt hierhin um die einmaligen historischen Bauwerke zu sehen.

 

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