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Schloss Burg in Solingen
 

Schloss Burg, eine schöne Burganlage in NRW, liegt malerisch am Fluss Wupper in Solingen. Sie wurde im 12. Jahrhundert als Herrschaftssitz des Herzogtums Berg errichtet. Bis dahin befand sich der Stammsitz der Grafen und später der Herzöge von Berg in Altenberg. Heute deuten dort nur noch wenige gebliebene Mauerreste am Hügel am Dhünnufer, an den Standort der Burg aus dem 11 Jahrhundert.

 

Schloss Burg an der Wupper

 

Schloss Burg ist eine der größten wiederhergestellten Burganlagen Westdeutschlands und ein Wahrzeichen des Bergischen Landes. Sie verdankt ihre Entstehung (um 1133) den Grafen von Berg und ihren Wiederaufbau dem Schlossbauverein.
Mit rund 250.000 Besuchern jährlich ist Schloss Burg an der Wupper das touristische Highlight im Bergischen Land. Von seiner heutigen Pracht war noch Ende des 19. Jahrhunderts nichts zu sehen. Im Jahre 1133 errichtet war Schloss Burg um 1850 vollständig zu einer Ruine verfallen. Im Jahre 1887 gründete sich der „Verein zur Erhaltung der Schlossruine“ und leitete den Wiederaufbau der Anlage ein. Dank vieler spendierfreudiger Bürger und Unternehmer des Bergischen Landes konnte Schloss Burg bis 1914 vollständig restauriert werden.
Dirk Soechting, seit 25 Jahren Direktor des Bergischen Museums und Geschäftsführer des Schlossbauvereins, dokumentiert in diesem Bildband die neuere Geschichte von Schloss Burg.
Auf über 150 bisher zumeist unveröffentlichten Fotografien aus dem Archiv des Schlossbauvereins erlebt der Leser mit, wie sich die Ruine des 19. Jahrhunderts dank der Restaurationsarbeiten zur touristischen Attraktion entwickelte.

 

 

Im Laufe der Zeit wurde das Burgareal erweitert und die Burg im 15 Jahrhundert zum Jagdschloss umgebaut. Seitdem nennt man sie „Schloss Burg“. Die bewegte Geschichte der Burg kann man während der Besichtigung des Museums Schloss Burg erfahren. Die hier residierenden Herrscher waren mächtig, einflussreich und politisch engagiert. Ein Graf von Berg nahm am fünften Kreuzzug teil. Viele wurden zu Erzbischöfen und Vertrauter der Könige. Die Grafen von Berg nahmen an verschiedenen Schlachten teil und stärkten ihre Macht als Herrscher. Im 14 Jahrhundert wurde die Residenz des Herzogtums Berg nach Düsseldorf verlegt und seit dem 15 Jahrhundert Schloss Burg weiter als ein Jagdschloss benutzt. Hier wurden auch viele Feste gefeiert. Im 1642, während des 30-jährigen Kriegs, belagerten Schweden die Burg, konnten sie aber nicht erobern. Im 1648 zerstörten die kaiserlichen Truppen weitgehend die Burganlage. Sie wurde im Jahr 1700 wieder aufgebaut und diente bis Anfang des 19 Jahrhundert als Sitz der Richter und Rentamtmänner des Herzogtums. In der Mitte des 19 Jahrhunderts wurden die leerstehenden Burggebäude für die industrielle Zwecke benutzt. Langsam verfiel die Burganlage zur Ruine. Manche Bauteile aus Holz und Eisen riss man ab und verwendete beim Errichten des Wuppertaler Landgerichts.
Ende des 19 Jahrhundert gründeten die Bürger einen „Verein zur Erhaltung der Schlossruine zu Burg an der Wupper“. Dank der vielen privaten Spenden konnte man mit dem Wiederaufbau der Burg anfangen.
Die Burganlage wurde langsam rekonstruiert und neu errichtet. Die Bauarbeiten zogen sich über 20 Jahre lang. Ein Großbrand zerstörte in 1920 ein Teil der Gebäude, die wieder bis 1925 aufgebaut wurden. Mehrere private Sponsoren, Künstler und Architekten haben sich an der Wiederherstellung der wunderschönen Schloss Burg beteiligt.
Heutzutage ist Schloss Burg in Solingen die größte, meisterhaft aufgebaute Burganlage in Nordrhein-Westfalen. Hier befindet sich jetzt das Bergische Museum. Während einer Besichtigungstour kann man das alltägliche Leben auf einer Burg kennenlernen, prunkvolle Wandgemälde, Wohnräume der Grafenfamilie und originale Rüstungen aus dem Mittelalter anschauen. Hier gibt es u.a. eine interessante Münzsammlung und eine geologische Steinsammlung. In der Rüstkammer befindet sich ein Model des ganzen Burgareals.
Jährlich kommen nach Solingen etwa 250 000 Besucher um Schloss Burg zu sehen. In der Burganlage finden oft verschiedene Veranstaltungen wie Ritterspiele, Märkte, Basare sowie Burgbelebungen und Konzerte statt. Sehr attraktiv ist eine Fahrt zur Burg mit der Sesselbahn. Diese Bahn verbindet die Unterburg mit Oberburg und die Station befindet sich auf dem Burgareal. Die grüne Umgebung der Burganlage ist gut geeignet für die Spaziergänge und Wanderungen. Es gibt überall genug Parkplätze. Für das Wohlbefinden sorgen zahlreiche Cafes und Restaurants. Besonders in den Ferien und beim schönen Wetter ist Schloss Burg gut von Touristen besucht.

 

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